STIMMEN / ARCHIV


Wenn chronische Schmerzen den Alltag bestimmen

"Dein Schmerz ist auch mein Schmerz"

Ein geleitetes Gespräch mit Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten vom 02. September 2020:

Im Leben und Beruf der Podiumsteilnehmerinnen nimmt Schmerz einen ganz wesentlichen Raum ein. Sie haben im Gespräch viele Ecken und Schichten zu Schmerz ausgeleuchtet und freigelegt:

 

Adriana Weissmüller 

Direktbetroffene

- als Schmerzbetroffene mit einer chronischen Krankheit und

- als Mutter eines mit einer schweren Missbildung geborenen Sohnes.

Sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Ihrem Sohn konnte geholfen werden.

Ihr Lebensmotto ist:

LEBEN - Lebe jeden Moment!

 

Dr. med. Elisabeth Quade

Rheumatologin, FA Psychiatrie und Psychotherapie, FA Innere Medizin; Leistungsspektrum: integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Diagnostik und Therapie, intensive dynamische Kurzpsychotherapie, alle psychiatrischen Erkrankungen, bes. Angsterkrankungen, Depressionen, psychosomatische Erkrankungen, Abklärung und Behandlung von fragilen Menschen, Alterspsychiatrie, life-Monitoring-Supervisionen LMS (Praxis in Untervaz)

Sie erklärt sehr eindrücklich was Schmerz eigentlich ist: Primär ein überlebensnotwendiges Gefühl, das uns Signale liefert. Körperilicher Schmerz löst aber auch inneren Schmerz an der Seele aus - sich selber nun so zu lieben mit den Grenzen, die Schmerzen im Leben setzen. Mitbetroffene empfinden diesen Schmerz ebenso - er drückt ihre Liebe zu der betroffenen Person aus. Je tiefer der Schmerz, desto grösser die Liebe. Darüber und überhaupt sollen sich alle Beteiligten austauschen - sich einander zumuten.

Elisabeth Quades Motto zum Thema Schmerz ist deshalb auch:

LIEBE - und einander diese Liebe gerade auch im Schmerz zeigen.

Adriana Weissmüller           Birgit Kehrer                     Doris Deflorin              Bea Goldmann                   Elisabeth Quade 

Bea Goldman

Pflegefachfrau Intensivpflege, 15 Jahre Intensivstation KSSG, 15 J Muskelzentrum KSSG,  Masterstudium Wales Schwerpunkt Hoffnung bei unheilbaren Erkrankungen, seit 2019 selbständig (Caregiver Center in SG) in Beratung, Edukation und Begleitung von Patienten mit ihren Angehörigen und Schulung von Pflegefachpersonen in den Bereichen ALS/Neuropalliation und Hoffnung und Ärzte und Patienten in Cannabismedizin.

Sie beleuchtet die Relevanz der Hoffnung - insbesondere für Menschen mit einer fortschreitend zum Tode führenden unheilbaren Erkrankung ist sie zentral. Oft brauchen Angehörige mehr Zeit, um die einzelnen guten und beglückenden Momente mit ihrer Kraft zu erkennen und anzunehmen. Es gibt immer einen Spielraum für Zufriedenzeit.

So ist Bea Goldmanns Motto auch:

Die Karten, die wir als Menschen in die Hand bekommen, können wir zwar nicht aussuchen, aber wir können mit den Karten, die wir in der Hand halten, SPIELEN. 

 

Birgit Kehrer

Klinische Pflegefachexpertin Chirurgie, Schwerpunkt Schmerzmanagement, Kantonsspital GR, Schulungen von Pflegefachpersonen im Bereich Schmerzbehandlung, Fachfrau für Schmerzfragen bei der Patientenbehandlung

Sie stellt das von ihr für die Chirurgie erarbeitete Schmerzbehandlungskonzept des Kantonsspitals GR vor. Es soll auf die medizinische Abteilung ausgeweitet werden. Zentrale Elemente darin sind:

  • Sich Zeit nehmen,
  • genau hinhören und hinschauen,
  • anerkennen, dass der Patient Schmerzen hat und
  • wahrnehmen, was ihm helfen könnte.

Oft findet sich mit dieser Methode eine wirksame Ablenkung und viel hilft schon, dass Patienten ehrlich ernst genommen werden. Diese einfach scheinenden Elemente müssen verankert werden und Raum im Spitalalltag finden - ebenso können sie in der Betreuung zuhause eingesetzt anstrengende Zeiten entspannen helfen.

Ihr Motto zum Thema Schmerz ist deshalb folgerichtig auch:

Mit der richtigen Beziehung fängt es an. Sie ist DER Türöffner.

 

"Akute Schmerzen - Was hilft?"

Diese Broschüre des Kantonsspitals Graubünden enthält nützliche Informationen für Patienten und Angehörige: hier herunterladen

 

 

Die Mitgliederversammlung 2020

fand am Mittwoch, 02. September 2020, um 17.45 Uhr im Kirchgemeindehaus  Comander, Sennensteinstrasse 28, Chur statt.

 

Herzlich willkommen - und schon aktiv dabei (siehe Bilder)

Elisabeth Christen wurde neu in den Vorstand gewählt.

Noch etwas mehr zu den Bildern:

- Für die Vorstandsmitlgieder Erika Cahenzli, , Vilma Casanova und Eliana Fässler ist Lachen nicht nur wichtig - sie drücken damit auch ihre Freude aus für den Verein tätig sein zu dürfen. Elisabeth Christen ist schon voll im Einsatz - auch mit einem schönen Strahlen.- Nach der Versammlung und dem anschliessenden  Veranstaltung sind Präsidentin Iris Hess-Lanfranchi und Geschäftsleiterin Doris Deflorin zufrieden.


Marte Meo Fachtagung:  Mittwoch, 04. Dezember 2019

um 13.00 - 17.30 Uhr
(Wird als Einführung respektive Kurstag an alle Ausbildungsmodule angerechnet)
"Mit Marte Meo den Alltag erleichtern
Mit unterstützender Kommunikation betreuen und pflegen" (Flyer hier zum Herunterladen)

 

Diese Fachtagung ist eine Veranstaltung im Rahmen der

"Aktionstage gegen Gewalt 2019", welche vom kantonalen Sozialamt Graubünden durchgeführt werden.



Pflege durch Angehörige

 

 

«Der Staat kann nicht die ganze Pflege zu Hause entschädigen»

 

 

- Was bedeutet es Menschen zu pflegen?

- Was bedeutet die Arbeit pflegender Angehöriger für die Volkswirtschaft?
- Was braucht es von der Gesellschaft und der Politik um pflegende Angehörige besser zu stellen?

 

Interview: Sara Hauschild,

Redaktorin SRF Regionaljournal Graubünden


Mitgliederversammlung 2019

 

Die zweite Mitgliederversammlung fand am Dienstag, den 09. April 2019 um 18.00 Uhr  in der PDGR, Psychiatrische Dienste Graubünden, Loestrasse 220, 7000 Chur statt.

Im Anschluss  an die Versammlung um 19.00 Uhr lud der Verein zum öffentlichen Vortrag von Erich Roth unter dem Titel  "Herausforderung - Überforderung - was dann?" ein.

 

Erich Roth griff folgende zentralen Fragen auf, mit welchen insbesondere auch pflegende Angehörige in der Begleitung, Betreuung und Pflege konfrontiert sind:

  • Wie erkenne ich, wann aus der Herausforderung Überforderung wird?
  • Was hilft mir, dass sich Überforderung weder gegen mich noch gegen andere richtet?
  • Der Umgang mit Aggressionen und Gewalt sind zentrale Themen in unserer komplexen Welt. Was geht mich das an?

In der Pflege stehen Gelernte immer wieder vor schier unlösbaren Problemen und können diese komplexen Situationen dank eines Fachteams besser angehen.

 

In der Pflege zu Hause, fehlt oft nicht nur die Ausbildung, sondern auch ein unterstützendes Netzwerk. Weiter befinden sich Angehörige immer in einer schnell wechselnden Doppelfunktion – sie sind emotional verbunden als Partner, Kinder oder Eltern und übernehmen ebenso andauernd die Rolle einer Person, die professionell handeln soll.

 

Diese komplexen Mehrfachrollen und Mehrfachbelastungen zu tragen können bei Angehörigen zu Überforderung und dadurch zu Folgeproblemen führen. In seinem Vortrag möchte Herr Roth zusammen mit den Anwesenden diese Anliegen beleuchten und von hilfreichen und wirksamen Möglichkeiten berichten.

 

Die oft auch langjährigen Ausnahmesituationen, in der pflegende Angehörige stehen, dürfen keinesfalls tabuisiert werden. Im Idealfall steht auch das weitere Umfeld unterstützend, schützend, begleitend und verbindend zur Seite. Somit geht das Thema uns als ganze Gesellschaft ausserordentlich viel an.

 

Aus der Veranstaltung ging auch unser erster Newsletter hervor. Lesen Sie ihn hier.

Lesen Sie hier mehr über den Referenten Erich Roth.


Das Wort zum Tag der Kranken am 3. März 2019

von Regierungsrat Peter Peyer können Sie hier nachlesen. Es lohnt sich.


Stragegietagung - Vorsicht, hier wird intensiv gearbeitet

 

Der Vorstand und die Geschäftsstellenleitung haben am 23. Januar 2019 konstruktiv an der Konkretisierung und Weiterentwicklung der Vereinsaufgaben gearbeitet.


"Wir werden uns in 50 Jahren nicht vorstellen können, wie wir früher ohne diesen Verein leben konnten."

 

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Regierungsrat Dr. Christian Rathgeb anlässlich der Eröffnungsversammlung des Vereins CURVITA diese Aussage gemacht - sie ist aktueller den je.

 

Wir freuen uns 2019 verstärkt unseren Auftrag ausführen zu dürfen und für Sie, geschätzte pflegende Angehörige, unterstützend wirken zu dürfen.


Der Verein CURVITA ist Neumitglied der gesamtschweizerisch agierenden IG Betreuende und pflegende Angehörige

 

Die Gründungsmitglieder der Anfang 2018 entstandenen nationalen Interessengemeinschaft sind die Krebsliga Schweiz, Pro Infirmis, Pro Senectute Schweiz, das Schweizerische Rote Kreuz und Traivail Suisse. Sie alle sind in ihrer täglichen Arbeit mit den Herausforderungen der Angehörigenbetreuung und -pflege konfrontiert. Die IG Betreuende und pflegende Angehörige unterstützt die in der am 4. September 2018 vom Bundesrat erlassenen Vernehmlassung Vereinbarkeit Angehörigenbetreuung enthaltenen Massnahmen, beurteilt sie aber als unzureichend.

 

Deshalb hat die Interessensgemeinschaft per 15. November 2018 eine Stellungnahme zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung erarbeitet.

 

Wenn Sie sich dafür genauer interessieren, nutzen Sie die im Text rot hinterlegten Links zum Weiterlesen.



Die Geschäftsstelle CURVITA ist seit 1. November 2018 besetzt.
 
Der Vereinsvorstand freut sich, mit Doris Deflorin eine in der Sache engagierte Person mit dem Aufbau und der Führung der Geschäftsstelle CURVITA gewonnen zu haben.

In ihrer langjährigen Tätigkeit als Geschäftsleiterin in einer Institution, wo Soziales, Bildung und Kultur zusammenfliessen, waren ihr Anliegen sozialer Gerechtigkeit sehr wichtig. Sie hat sich vielseitige Kompetenzen in Aufbau-, Struktur- und Vernetzungsarbeit erworben.


Focuspreis-Gewinnerin

Margrit Dobler, Vizepräsidentin des Vereins CURVITA gewinnt Fokuspreis der Sektion Solothurn der Alzheimervereinigung Schweiz für ihr langjähriges Engagement für betreuende Angehörige und demenzbetroffene Menschen rund um die Frontotemporale Demenz.

Hier der Bericht der Suedostschweiz

 

Wir sind stolz auf unsere Vizepräsidentin Margrit Dobler, die den diesjährigen Fokuspreis der Sektion Solothurn der Alzheimervereinigung Schweiz am 28. September 2018 entgegennehmen darf. Sie hat für ihr langjähriges Engagement für Angehörige und demenzbetroffene Menschen in Graubünden, Solothurn und Zürich rund um die Frontotemporale Demenz diesen Preis mehr als verdient. Lass dich feiern!


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Medienmitteilung öffentlicher Vortrag 16.5.2018 Pflegevertrag
Dr. Luca Tenchio, Rechtsanwalt und Grossrato aus Chur,
referiert zum Thema Pflegevertrag
"Rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Betreuungs- und Pflegeleistungen durch Angehörige"
Medienmitteilung des Vereins Curvita.pdf
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CURVITA Flyer öffentl. Vortrag 16.5.18.p
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Cordial engraziament par la donaziun da l'Informatica AG, Ilanz, par CURVITA!

Herzlichen Dank an die Informatica AG in Ilanz!

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums und des Bestehens der Informatica AG am Standort Ilanz durfte der Verein CURVITA eine grosszügige Spende entgegennehmen.

 

Marcus Caduff, CEO des Regionalspitals Surselva, Grossrat, hatte im Namen der Informatica AG die Ehre, eine Spende über CHF 3’000.- an CURVITA zu übergeben. CURVITA engagiert sich für pflegende Angehörige mit dem Ziel, deren Lebensqualität massgeblich zu verbessern. Iris Hess-Lanfranchi, Präsidentin von CURVITA, stellte den Verein kurz vor und verwies darauf, dass die Informatica AG durch die Spende nun ebenfalls ein Geburtshelfer des noch jungen Vereins CURVITA geworden ist. Auch Margrit Dobler, Vizepräsidentin von CURVITA, war anwesend und konnte gemeinsam mit der Präsidentin den übergrossen Spendencheck in Empfang nehmen.


KMU-Netzwerk Graubünden suchte Vereinshelden

CURVITA hat mitgemacht und Smoviefilmemacher Simon Gantner hat uns dabei geholfen (www.smovie.ch). Danke für die Stimmen auf der Facebook-Seite der Vereinshelden. Wir sind stolz,  kamen wir unter die ersten zehn!


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Zum Tag der pflegenden Angehörigen 30. Oktober
Bericht: Madleina Barandun
2017-10-30_Suedostschweiz_Graubuenden_Se
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zum Tag der pflegenden Angehörigen / Artikel erschien im Churer-Magazin
MM_CURVITA_1-17.pdf
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Kleine Änderung, grosse Wirkung
Artikel zur Fachtagung 2017
Die Marte Meo Methode Bündner Tagblatt am Wochenende 27. Mai 17
Bericht Michelle Russi
Foto Yanik Bürkli
09_bt_04_2017-05-27.pdf
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"Etwas vom Wichtigstens ist, dass die Angehörigen nicht alleine bleiben"
Artikel zur Fachtagung 2016
Leben mit Frontotemporaler Demenz FTD "Morbus Pick"
Bündner Tagblatt
Bericht und Foto Michelle Russi
09_bt_03_2016-08-23.pdf
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Ein paar Bilder aus der Gründungsversammlungvom 03. November 2017